Bauart Einrollen­werkzeuge

EINROLLENWERKZEUGE – VIELSEITIG EINSETZBAR

Verfestigter Werkstoff mit deutlicher Zunahme der Randschichthärte in Verbindung mit sehr glatten Oberflächen – das schaffen variable Einrollenwerkzeuge sowie das modulare Werkzeugsystem von Baublies.
Beim Rollieren ebnet eine gehärtete Rolle punktuell die Oberfläche des zu bearbeitenden Werkstückes: Die Walzkraft bewirkt, dass das Rauheitsprofil plastisch kaltverformt und geglättet wird. Dabei findet eine Kaltverfestigung der Randschicht und eine Härtezunahme an der Oberfläche statt. Durch die Erzeugung von Druckeigenspannungen steigt die Schwingfestigkeit des Werkstückes
signifikant an.

Für Ihre Bearbeitungsaufgabe hat Baublies unterschiedliche Werkzeuglösungen – ob variabel, im modularen System oder als Sonderwerkzeug.
Variable Einrollenwerkzeuge eignen sich für unterschiedliche Konturen und können auch an schwierig zugänglichen Stellen eingesetzt werden. Der Bearbeitungskopf kann um 180° geschwenkt werden.
Beim modularen Einrollen-Werkzeugsystem für Drehmaschinen dient ein Grundkörper zur Aufnahme der austauschbaren Systembauteile bzw. Bearbeitungsköpfe. Das Werkzeug lässt sich somit in kürzester Zeit an die Arbeitssituation anpassen. Dadurch können spezielle Bearbeitungsaufgaben schnell ausgeführt werden.

VORTEILE

  • Hohe Flexibilität, breites Einsatzspektrum
  • Hohe Prozesssicherheit
  • Hochwertig und robust
  • Oberflächen von höchster Qualität mit Rautiefen von unter Rz 1,0 µm
  • Höherer Traganteil durch Plateaubildung
  • Höherer Widerstand der Oberflächen gegen Verschleiß und Korrosion
  • Verschiebung der Werkstoffermüdungsgrenzen
  • Reduzierte Gleitreibungszahlen
  • Geringe Investition
  • Schnelle Amortisation
  • Umweltverträglichkeit (da kein Schleifstaub anfällt)
  • Möglichkeit der Komplettbearbeitung in einer Aufspannung

Variables Einrollenwerkzeug

Modulares Werkzeugsystem

Modulares Werkzeugsystem

Einrollenwerkzeug zur Innen-, Außen- und Kegelbearbeitung

EINROLLENWERKZEUGE – MODULARES SYSTEM

FUNKTIONEN

Werkzeugaufnahme
Die Werkzeugaufnahme stellt die Verbindung zwischen Maschine und Werkzeug dar. Der Werkzeuggrundkörper wird mittels einer formschlüssigen Spannleiste mit der Werkzeugaufnahme verbunden.

Rollkopf
Der Rollkopf führt die Rolle und ist in Verbindung mit der Werkzeugaufnahme und dem Grundkörper der Bearbeitungsaufgabe angepasst. Der Rollkopf ist mit vier Schrauben mit dem Grundkörper verbunden.

Werkzeuggrundkörper
Der Werkzeuggrundkörper beinhaltet die Federung des Werkzeuges. Durch diese Federung wird es möglich, die benötigte Walzkraft in Abhängigkeit von der Werkzeugzustellung aufzubringen. Die aktuell vorliegende Walzkraft kann über die Zustellung des Werkzeuges mit Hilfe der Tabelle ermittelt werden. Die vorliegende Walzkraft kann auch mit der optional erhältlichen Prüfvorrichtung ermittelt werden.

HINWEISE ZUM WERKZEUGAUFBAU UND ZUR HANDHABUNG

VORSPANNUNG DES WERKZEUGS ÄNDERN
Die Sicherungsschraube (3) entfernen. Mittels der Einstellschraube (2) die Vorspannung der Feder verändern.

Drehung im Uhrzeigersinn
= Federvorspannung steigt
Drehung gegen Uhrzeigersinn
= Federvorspannung sinkt

Eingestellte Vorspannung mittels (optional erhältlicher) Prüfvorrichtung kontrollieren. Sicherungsschraube (3) wieder montieren.

EINSTELLUNG DER DREHMITTE
Klemmung zwischen Grundkörper und Aufnahme lockern. Mittels Einstellschraube (5) die Spitzenhöhe des Werkzeuges auf Drehmitte oder bis auf 1 mm darüber hinaus einstellen. Klemmung zwischen Grundkörper und Aufnahme festziehen.

KRAFT-WEG DIAGRAMM

TIPP

  • Die Vorspannung sollte bei der Bearbeitung im Bereich von 0,1 bis 0,5 mm liegen.
  • Immer mit Kühlung arbeiten und unterbrochene Schnitte vermeiden.
  • Die Weganzeige erleichtert das Einrichten des Werkzeuges insbesondere beim Einsatz auf konventionellen Maschinen.
  • Aufgrund der auftretenden hohen Walzkräfte ist für eine ausreichende Einspannung von Werkstück und Werkzeug zu achten.