Der Rolliervorgang


Rollieren ist die wirtschaftliche, einfache und zuverlässige Erzeugung maximaler Oberflächengüten bei gleichzeitiger Erhöhung der Festigkeit und Härte des Werkstückes.
Die Baublies AG definiert den Begriff Rollieren als Oberbegriff für die ebenfalls verwendeten Bezeichnungen Glatt-, Fest-, Feinwalzen etc.
Rollieren ist ein spanloses Verfahren zum Glätten und Verfestigen von (metallischen) Werkstücken durch Walzelemente.
Beim Rollieren werden eine oder mehrere Rollen mit einer senkrecht zur Lauffläche gerichteten Kraft (Rollierkraft) beaufschlagt. Dabei wird örtlich die Fließgrenze des Werkstoffes erreicht und damit das vorhandene Oberflächenprofil plastisch verformt und eingeebnet.
Bei diesem Feinbearbeitungsverfahren wird der Spannungszustand in der Randschicht des Werkstoffes verändert.
VORTEILE
- Oberflächen von geringer Rautiefe (< 1 μm) und hohem Materialtraganteil
- Verminderte Gefahr der Rissbildung durch Mikrokerben (z.B. Drehriefen)
- Verbesserte Verschleißcharakteristik gegenüber anderen Bauteilen (z. B. Dichtungen, Gleitlager) aufgrund des erhöhten Materialanteils der Oberfläche
- Verbesserte Korrosionsbeständigkeit
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Hier geht es zum Baublies Expertenwissen zum Rollieren:
Bauarten von Rollierwerkzeugen

Mehrrollenwerkzeuge
Mehrrollenwerkzeuge sind die klassische Bauform der Rollierwerkzeuge. Sie werden in Standard- und Sonderbauformen angeboten zur Bearbeitung von zylindrischen Bohrungen, Wellen, Kegeln oder Planflächen.

Einrollenwerkzeuge
Bei Einrollenwerkzeugen steht eine Rolle im Eingriff. Die Werkzeuge werden in den Ausführungen variabel, modular und kompakt angeboten.

Diamant-Glättwerkzeuge
Diamant-Glättwerkzeuge erweitern das Einsatzspektrum zum Glätten und Verfestigen von Oberflächen gehärteter Werkstoffe bis über 60 HRC.

Umformwerkzeuge
Umformwerkzeuge von Baublies kommen in den unterschiedlichsten Anwendungsbereichen zum Aufweiten, Bördeln und Sicken zum Einsatz. Baublies Umformwerkzeuge sind vielseitig, robust und langlebig. Sie ermöglichen die Bearbeitung kleiner Serien auf Standardmaschinen ebenso wie die Großserienbearbeitung auf Sonderanlagen.



